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Im Teapot Café. Der Glastisch ruht auf einem alten Teebaum.

Für das Frühstück haben wir uns am Vortag ein kleines Café ausgesucht, das Teapot heißt und in einem alten Haus aus der Kolonialzeit untergebracht ist. Es ist sehr gemütlich eingerichtet, verfügt über eine unglaubliche Sammlung verschiedener Teekannen und das Frühstück mit Früchtemüsli, Pfannkuchen, Omelett und frisch gebrühtem, indischen Kaffee erfüllt heute genau unsere Bedürfnisse.

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Das Teapot Café

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Chinesische Fischernetze

Nach dem Frühstück gehen wir die wenigen Schritte zum nördlichen Strand, wo die berühmten Chinesischen Fischernetze stehen, große Netze, die immer wieder ins Wasser abgelassen und dann mithilfe großer Hebel und Muskelkraft wieder hochgezogen werden, in der Hoffnung, dass sich just in diesem Moment ein Schwarm Fische über dem Netz befindet. An dieser Stelle gibt es wegen der wechselnden Gezeiten eine ständige Strömung, mal in die eine, mal in die andere Richtung und so gibt es auch immer genug Fische. Wir sehen den Fischern bei ihrer Arbeit zu und dürfen – gegen eine kleine finanzielle Unterstützung – auch beim Hochziehen des Netzes helfen.

 

DSC_0026Am Nachmittag fahren wir noch mit dem Bus ins nahe Ernakulam, der modernen Stadt auf dem Festland, bummeln über den Markt rund um das Geschäftsviertel Broadway und decken uns hier mit einer Vielzahl von Gewürzen ein, die es hier für wenig Geld und in einer gewaltigen Auswahl in jedem zweiten Laden zu kaufen gibt. Da wir vor dem Abflug wieder in der gleichen Pension übernachten werden, können wir unsere Einkäufe bei der Wirtin deponieren und müssen sie nicht die ganze Zeit mitnehmen.

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Pfeffer
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Kardamom
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Muskatnuss

LZMA0656 Für den Abend haben wir uns den Besuch einer Katakali-Vorführung vorgenommen. Katakali ist ein jahrtausendealter hinduistischer Tanz, der normalerweise zu Tempelfesten aufgeführt wird und der sich in dieser Region Indiens entwickelt hat. Die Tänzer erzählen in genau festgeschriebenen pantomimischen Gesten und einer ausgeprägten Mimik Geschichten aus der hinduistischen Mythologie. Sie werden dazu von Musikern begleitet, die mit Gesang, Trommeln und Tschimbeln die Geschichten untermalen. Die Ausbildung der Tänzer und Musiker dauert sechs Jahre, weil die Tänzer lernen müssen, jeden Muskel, etwa auch die Augen oder die Wangenmuskeln, gezielt, sehr schnell und unabhängig voneinander zu bewegen.

 

LZMA0636Alle Rollen, auch die weiblichen, werden ausschließlich von Männern gespielt. Mithilfe von Schminke, fantastischen Kostümen, kunstvollem Kopfschmuck und Meditation verwandeln sich die Schauspieler äußerlich und mental in die Götter, Helden und Dämonen, die sie darstellen sollen. Die Tänzer färben sich sogar ihre Augen mit den Samen der Chundanga-Pflanze rot, um die dramatische Wirkung zu erhöhen.

 

LZMA0711Normalerweise dauert eine traditionelle Katakali-Veranstaltung viele Stunden und endet meist erst bei Sonnenaufgang, aber wir besuchen eine der täglichen Vorführungen für Touristen, wo zudem viele der Hintergründe und auch einige der getanzten Ausdrücke für die Besucher erklärt werden. Dadurch erhält man einen guten Eindruck von der Intensität und der Kunst dieser spirituellen Tanzform, ein wirklich beeindruckendes Spektakel.

 

 

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